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.: Vorwort
.: Kapitel I .: Kapitel II
.: Kapitel III .: Kapitel IV


.: Der Weg des Lebens



1. Jugend,nicht schön

Die Einsamkeit beginnt, wo wir anfangen und nicht mehr ein Teil unserer Mutter sind. Toll ist das nicht. Eine Zeitlang tappen wir doof durch die Welt, Kindheit ist das, da Hirn und Gefühl sich nicht recht verständigen. Die finden erst in der Pubertät wieder zusammen. In der Zeit, in der die meisten die erste Liebe erleben. Die die Romantischste ist, weil sie nur aus Illusion besteht. Die nichts will, außer Auflösung. Ein Mädchen ein Junge egal und wir wollten ihn/sie, und wußten gar nicht was wir mit ihm/ihr wollten außer - nie mehr alleine zu sein.
Standen an offenen Fenstern und draussen Frühling und an den Wänden Pferdeposter und was wir über Liebe wußten ging so: Mit ihm auf einer Insel sein und ansehen, Tag und Nacht und die kleinen Härchen am Arm berühren. Tag und Nacht. So Traum wie damals, als wir noch nicht wußten was Liebe ist, wird Liebe nie mehr, nie mehr werden wir so unendlich sein.


2. Danach. Noch unerfreulicher

Die erste Liebe zerbricht und der erste Liebeskummer kommt. Ach wären wir doch gestorben, damals.
Wir hätten uns die Wiederholungen erspart. Wir haben unsere Unschuld verloren, und statt ihrer Ideen entwickelt. Wie Liebe sein müsste, die richtige Liebe.
Denken wir - muß sein wie fliegen, und sich die Sachen vom Leib reißen und sich nie mehr trennen und nicht mehr essen und nicht mehr schlafen und wild muß es sein und Seelenverwandt und aufregend und verrückt und nachts tanzen im Regen und Hütchen tragen und 1000 Kilometer fahren nur für einen Kuss, der nie endet und halten halten halten.
Das ist die Idee, und sie meint - eigentlich wollen wir zurück zu der Zeit, als wir eins mit der Mutter waren, Bedingungslosigkeit wollen wir, danach suchen wir und werden immer enttäuscht werden.
Denn so ist es nie.
Merken wir, alle zwei Jahre, wenn wieder ein Traum zerbricht, und der Schmerz, wird weniger.
Wir vertragen ihn nur kaum noch, weil wir doch nicht wissen, wie es gehen soll, weil wir ahnen, das etwas falsch ist und immer bleiben wir allein zurück, die wir altern und unsere Knochen werden porös und unsere Seele ist es schon, überzogen mit vielen Sprüngen.
Wir sind nicht mehr jung und noch nicht alt - die furchtbarste Zeit im Leben, weil sie voller Sehnsucht nach einem Wunder ist
und das wird -- ziehmlich sicher -- nicht eintreten.


3. Die Zeit nach der Liebe.

Eigentlich hätten wir mit unsere ersten Liebe zusammenbleiben können. Die hundert Wiederholungen auslassen. Sex ist nur Sex,
kann man lernen, feuchte Geschichte ist doch egal - und Freundschaft wird mit der Zeit erst gut.
Was suchen wir --ach ja-- die große Liebe suchen wir.
Immer schneller trennen wir uns verlassen, werden verlassen. Leiden wird Routine und fast ist das Leiden cool, weil da geht was, da hat man was zu erzählen, da wird man bedauert und nimmt ein paar Kilo ab und alle reden von Lebensabschnittsgefährten
und Mißtrauen der Unendlichkeit, und nörgeln und sind unzufrieden, wenn sie einen haben zum liebhaben, der kann`s doch nicht gewesen sein, überall können wir etwas Größeres und Besseres haben, werden uns Träume versprochen. Neue Partner kann man kaufen an jeder Ecke.überall sehen wir Liebe und Sex und Werbung und Filme und Modells und alle sehn toll aus und sind verfügbar und warum dann an etwas hängen bleiben das den Glanz verloren hat - Kaum mehr einer schaut in den Spiegel und sieht sich, wie er ist. Wenn Naomie uns ihre Brüste zeigt dann kann man doch Naomi haben.
Immer kürzer die Halbwertszeit von dem was wir als Liebe bezeichnen, weilwir nicht wissen wie man den Dreck sonst nennen soll. Hatte die Generation vor uns das Problem vor lauter Analyse und Selbstfindung zu egoistischen kleine Arschlöchern geworden zu sein, kranken wir heute daran nichts mehr zu sein. Keiner ist mehr etwas, keiner ist mehr Besonders, falsch verstandene Demokratie hat uns alle gleich gemacht, alle ohne Eigenschaften, und mit der Sucht nach mehr.
Immer weniger wollen wir uns anstrengen. Das muß passen, sofort und gut sein. Wenn wir es mit uns selber schon nicht gut haben, dann muß doch der Partner dafür sorgen.